Englisch im Alltag
Englisch im Alltag6 Min. LesezeitAktualisiert: 2026-09-08

„Auch“ und „ich auch“ auf Englisch: Wie sagt man es richtig?

„Auch“ scheint simpel zu sein, doch im Englischen hängt das richtige Wort von Satzbau und Bejahung ab: also, too, as well – und bei „ich auch“ lauert eine riesige Verneinungsfalle.

Kurzantwort

„Auch“ übersetzt man im bejahenden Satz meist mit **„also“** (vor dem Hauptverb: *I also like coffee*), **„too“** (am Satzende: *I like coffee too*) oder **„as well“** (etwas formeller am Satzende). Für „ich auch“ sagt man im Alltag **„me too“** – aber Achtung: Bei einer Verneinung (*„Ich mag keinen Fisch“*) musst du zwingend **„me neither“** oder **„neither do I“** sagen!

1. Auf einen Blick: Wann also, too oder as well?

Im Deutschen reicht ein einziges kleines Wort: „auch“. Im Englischen hängt die Übersetzung dagegen davon ab, wo das Wort im Satz steht und ob der Satz positiv oder verneint ist:

  • also: Steht mitten im Satz (vor dem Vollverb, aber nach Hilfsverben oder *to be*).
  • too: Steht ganz am Ende des bejahenden Satzes (sehr gebräuchlich im gesprochenen Englisch).
  • as well: Steht ebenfalls am Satzende (klingt etwas geschliffener als *too*).
  • me too / so do I: Für die kurze Reaktion „ich auch“.
  • me neither / neither do I: Für die Reaktion „ich auch nicht“ nach einer Verneinung.
Beispiele & natürliche Anwendung:
I also learn English. / I learn English too.
Ich lerne auch Englisch.
Bejahende Aussage
She speaks Spanish as well.
Sie spricht auch Spanisch.
Satzende / geschliffen
I am hungry. – Me too!
Ich habe Hunger. – Ich auch!
Kurze Alltagsreaktion

2. „Auch“ = also: Die richtige Position im Satz

Das Wort also ist sehr verbreitet, sorgt bei Deutschsprachigen aber oft für Fehler bei der Satzstellung.

Die Grundregel für „also“: * Vor dem Hauptverb: *„I also think so.“* (Ich denke das auch.) * Nach Hilfsverben (*can, will, have, must*): *„She can also drive.“* (Sie kann auch Auto fahren.) * Nach Formen von *to be* (*am, is, are, was, were*): *„He is also from Berlin.“* (Er kommt auch aus Berlin.)

Ein häufiger Fehler: Man sollte *also* im normalen gesprochenen Englisch möglichst nicht als erstes Wort an den Satzanfang stellen, wenn man „auch“ meint (das klingt nach schriftsprachlichem „außerdem“).

Beispiele & natürliche Anwendung:
We also visited the museum.
Wir haben das Museum auch besucht.
Vor Vollverb
I am also tired.
Ich bin auch müde.
Nach Form von to be
She has also called.
Sie hat auch angerufen.
Nach Hilfsverb

3. „Auch“ = too: Der Alltagsfavorit am Satzende

Wenn du im alltäglichen Smalltalk sprechen möchtest, ist too oft die natürlichste Wahl.

  • *Too* steht fast immer am Satzende.
  • Ein Komma vor *too* ist im modernen Englisch optional (im lockeren Schriftverkehr lässt man es meist weg).
  • Vorsicht: *Too* wird nur in bejahenden Sätzen für „auch“ genutzt.
Beispiele & natürliche Anwendung:
Nice to meet you too!
Schön, dich auch kennenzulernen!
Begrüßung
I’ll have a coffee too, please.
Ich nehme auch einen Kaffee, bitte.
Bestellung im Café
She is coming tonight too.
Sie kommt heute Abend auch.
Freizeit & Verabredung

4. „Auch“ = as well: Die elegante Alternative

As well bedeutet exakt dasselbe wie *too* und steht ebenfalls am Satzende.

In Großbritannien und im Geschäftsalltag hört man *as well* sehr häufig, weil es neutral bis höflich wirkt: * *„Could you send me the report as well?“* (Könntest du mir den Bericht auch schicken?) * *„We ordered dessert as well.“* (Wir haben auch Nachtisch bestellt.)

Ähnlich wie bei „Trotzdem auf Englisch“ kommt es im Englischen oft auf die Nuance zwischen lockerem Gespräch und höflicher Formulierung an.

💡 Kernprinzip: „Too“ und „as well“ sind am Satzende austauschbar. Im lockeren Alltagsgespräch dominiert „too“, im britischen oder formelleren Kontext gerne „as well“.

5. „Ich auch“ auf Englisch: Me too vs. So do I

Wenn jemand etwas sagt und du einfach mit „ich auch!“ zustimmen möchtest, hast du zwei gute Möglichkeiten:

1. Me too (Umgangssprachlich & blitzschnell): * Person A: *„I love Italian food.“* * Person B: *„Me too!“* (Ich auch!)

2. So + Hilfsverb + I (Grammatikalisch elegant): * Person A: *„I like coffee.“* → Person B: *„So do I.“* * Person A: *„I am tired.“* → Person B: *„So am I.“* * Person A: *„I can swim.“* → Person B: *„So can I.“*

Wenn du noch mehr typische Reaktionsmuster und Redewendungen für spontane Unterhaltungen suchst, findest du in unserem Ratgeber „Die 100 Alltagsfragen, die jeder auf Englisch können sollte“ 100 praxiserprobte Beispiele für Alltag und Reise.

Beispiele & natürliche Anwendung:
I’m looking forward to the holiday. – Me too! / So am I!
Ich freue mich auf den Urlaub. – Ich mich auch!
Begeisterung teilen
I saw that yesterday. – So did I. / Me too.
Ich habe das gestern gesehen. – Ich auch.
Vergangenheit

6. Die Riesen-Falle: „Ich auch nicht“ (Me neither)

Hier tappen fast alle deutschsprachigen Lerner unbewusst in eine peinliche Grammatikfalle.

Im Deutschen sagen wir oft: * *„Ich habe keine Zeit.“* – *„Ich auch (nicht)!“*

Im Englischen darfst du nach einem verneinten Satz niemals „me too“ antworten!

Wenn dein Gegenüber ein negatives Verb benutzt (*don’t, haven’t, can’t, not*), musst du mit me neither oder neither do I antworten:

Typische Falle bei Verneinungen

Auf einen negativen Satz antwortet man niemals mit „Me too“, sondern mit „Me neither“.

Falsch:Person A: I don’t drink alcohol. – Person B: Me too! ❌ (Klingt widersprüchlich)
Richtig:Person A: I don’t drink alcohol. – Person B: Me neither! / Neither do I! ✅ (Ich auch nicht)

7. Typische Fehler deutscher Muttersprachler

Vermeide diese drei klassischen Stolpersteine, wenn du „auch“ auf Englisch sagst:

1. „Also I like it“ an den Satzanfang stellen: Im Deutschen sagen wir *„Auch mag ich...“*. Auf Englisch gehört *also* vor das Verb (*„I also like it“*) oder *too* ans Ende (*„I like it too“*). 2. „Too“ bei Verneinungen: *„I don't like it too“* ist falsch. Im verneinten Satz heißt „auch nicht“ am Satzende either: *„I don’t like it either.“* 3. Verwechslung mit „even“: Wenn du „sogar auch“ im Sinne von Steigerung meinst (*„Sogar er wusste es“*), nutzt man even (*„Even he knew it“*), nicht *also*.

Ähnlich knifflig wie die Frage bei „Wann auf Englisch“ (when vs. if) spart dir das richtige Gespür für diese Feinheiten viele Missverständnisse.

Beispiele & natürliche Anwendung:
I don’t like that either.
Ich mag das auch nicht.
Verneinter Satz am Ende
He didn’t know that either.
Er wusste das auch nicht.
Verneinung mit either

8. Realistische Alltagsbeispiele & Dialoge

So klingen die Ausdrücke in einem natürlichen Gespräch unter Kollegen oder Freunden:

Typischer Alltagsdialog:
Tom:
I really need a short break.
Ich brauche dringend eine kurze Pause.
Anna:
Me too! Do you want to grab a coffee?
Ich auch! Wollen wir einen Kaffee holen?
Tom:
Good idea. I haven’t had any coffee this morning.
Gute Idee. Ich habe heute Morgen noch keinen Kaffee getrunken.
Anna:
Me neither. Let’s head over.
Ich auch noch nicht. Lass uns rübergehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo steht „also“ im englischen Satz am häufigsten?

„Also“ steht meist direkt vor dem Hauptverb (z. B. „I also play tennis“) oder unmittelbar nach Formen von „to be“ und Hilfsverben (z. B. „She is also invited“, „We can also come“).

Wann sagt man „me neither“ statt „me too“?

Immer dann, wenn die vorherige Aussage verneint war (mit not, don’t, never etc.). Beispiel: „I don’t have time.“ – Antwort: „Me neither.“ (nicht: „Me too“).

Was ist der Unterschied zwischen „too“ und „as well“?

Bedeutung und Satzstellung am Satzende sind identisch. „Too“ ist der informelle Standard im Alltag, während „as well“ besonders im britischen Englisch und in höflicheren Situationen geschätzt wird.

Kann man „either“ für „auch“ verwenden?

Ja, aber ausschließlich in verneinten Sätzen am Satzende für „auch nicht“. Beispiel: „I cannot come either.“ (Ich kann auch nicht kommen).

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