„Auch“ und „ich auch“ auf Englisch: Wie sagt man es richtig?
„Auch“ scheint simpel zu sein, doch im Englischen hängt das richtige Wort von Satzbau und Bejahung ab: also, too, as well – und bei „ich auch“ lauert eine riesige Verneinungsfalle.
„Auch“ übersetzt man im bejahenden Satz meist mit **„also“** (vor dem Hauptverb: *I also like coffee*), **„too“** (am Satzende: *I like coffee too*) oder **„as well“** (etwas formeller am Satzende). Für „ich auch“ sagt man im Alltag **„me too“** – aber Achtung: Bei einer Verneinung (*„Ich mag keinen Fisch“*) musst du zwingend **„me neither“** oder **„neither do I“** sagen!
- 1.1. Auf einen Blick: Wann also, too oder as well?
- 2.2. „Auch“ = also (Die richtige Satzstellung)
- 3.3. „Auch“ = too (Der Alltagsfavorit am Satzende)
- 4.4. „Auch“ = as well (Die elegante Alternative)
- 5.5. „Ich auch“: Me too vs. So do I
- 6.6. Die Riesen-Falle: „Ich auch nicht“ (Me neither)
- 7.7. Typische Fehler deutscher Muttersprachler
- 8.8. Realistische Alltagsbeispiele & Dialoge
- 9.Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Auf einen Blick: Wann also, too oder as well?
Im Deutschen reicht ein einziges kleines Wort: „auch“. Im Englischen hängt die Übersetzung dagegen davon ab, wo das Wort im Satz steht und ob der Satz positiv oder verneint ist:
- also: Steht mitten im Satz (vor dem Vollverb, aber nach Hilfsverben oder *to be*).
- too: Steht ganz am Ende des bejahenden Satzes (sehr gebräuchlich im gesprochenen Englisch).
- as well: Steht ebenfalls am Satzende (klingt etwas geschliffener als *too*).
- me too / so do I: Für die kurze Reaktion „ich auch“.
- me neither / neither do I: Für die Reaktion „ich auch nicht“ nach einer Verneinung.
2. „Auch“ = also: Die richtige Position im Satz
Das Wort also ist sehr verbreitet, sorgt bei Deutschsprachigen aber oft für Fehler bei der Satzstellung.
Die Grundregel für „also“: * Vor dem Hauptverb: *„I also think so.“* (Ich denke das auch.) * Nach Hilfsverben (*can, will, have, must*): *„She can also drive.“* (Sie kann auch Auto fahren.) * Nach Formen von *to be* (*am, is, are, was, were*): *„He is also from Berlin.“* (Er kommt auch aus Berlin.)
Ein häufiger Fehler: Man sollte *also* im normalen gesprochenen Englisch möglichst nicht als erstes Wort an den Satzanfang stellen, wenn man „auch“ meint (das klingt nach schriftsprachlichem „außerdem“).
3. „Auch“ = too: Der Alltagsfavorit am Satzende
Wenn du im alltäglichen Smalltalk sprechen möchtest, ist too oft die natürlichste Wahl.
- *Too* steht fast immer am Satzende.
- Ein Komma vor *too* ist im modernen Englisch optional (im lockeren Schriftverkehr lässt man es meist weg).
- Vorsicht: *Too* wird nur in bejahenden Sätzen für „auch“ genutzt.
4. „Auch“ = as well: Die elegante Alternative
As well bedeutet exakt dasselbe wie *too* und steht ebenfalls am Satzende.
In Großbritannien und im Geschäftsalltag hört man *as well* sehr häufig, weil es neutral bis höflich wirkt: * *„Could you send me the report as well?“* (Könntest du mir den Bericht auch schicken?) * *„We ordered dessert as well.“* (Wir haben auch Nachtisch bestellt.)
Ähnlich wie bei „Trotzdem auf Englisch“ kommt es im Englischen oft auf die Nuance zwischen lockerem Gespräch und höflicher Formulierung an.
5. „Ich auch“ auf Englisch: Me too vs. So do I
Wenn jemand etwas sagt und du einfach mit „ich auch!“ zustimmen möchtest, hast du zwei gute Möglichkeiten:
1. Me too (Umgangssprachlich & blitzschnell): * Person A: *„I love Italian food.“* * Person B: *„Me too!“* (Ich auch!)
2. So + Hilfsverb + I (Grammatikalisch elegant): * Person A: *„I like coffee.“* → Person B: *„So do I.“* * Person A: *„I am tired.“* → Person B: *„So am I.“* * Person A: *„I can swim.“* → Person B: *„So can I.“*
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6. Die Riesen-Falle: „Ich auch nicht“ (Me neither)
Hier tappen fast alle deutschsprachigen Lerner unbewusst in eine peinliche Grammatikfalle.
Im Deutschen sagen wir oft: * *„Ich habe keine Zeit.“* – *„Ich auch (nicht)!“*
Im Englischen darfst du nach einem verneinten Satz niemals „me too“ antworten!
Wenn dein Gegenüber ein negatives Verb benutzt (*don’t, haven’t, can’t, not*), musst du mit me neither oder neither do I antworten:
Auf einen negativen Satz antwortet man niemals mit „Me too“, sondern mit „Me neither“.
7. Typische Fehler deutscher Muttersprachler
Vermeide diese drei klassischen Stolpersteine, wenn du „auch“ auf Englisch sagst:
1. „Also I like it“ an den Satzanfang stellen: Im Deutschen sagen wir *„Auch mag ich...“*. Auf Englisch gehört *also* vor das Verb (*„I also like it“*) oder *too* ans Ende (*„I like it too“*). 2. „Too“ bei Verneinungen: *„I don't like it too“* ist falsch. Im verneinten Satz heißt „auch nicht“ am Satzende either: *„I don’t like it either.“* 3. Verwechslung mit „even“: Wenn du „sogar auch“ im Sinne von Steigerung meinst (*„Sogar er wusste es“*), nutzt man even (*„Even he knew it“*), nicht *also*.
Ähnlich knifflig wie die Frage bei „Wann auf Englisch“ (when vs. if) spart dir das richtige Gespür für diese Feinheiten viele Missverständnisse.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wo steht „also“ im englischen Satz am häufigsten?
„Also“ steht meist direkt vor dem Hauptverb (z. B. „I also play tennis“) oder unmittelbar nach Formen von „to be“ und Hilfsverben (z. B. „She is also invited“, „We can also come“).
Wann sagt man „me neither“ statt „me too“?
Immer dann, wenn die vorherige Aussage verneint war (mit not, don’t, never etc.). Beispiel: „I don’t have time.“ – Antwort: „Me neither.“ (nicht: „Me too“).
Was ist der Unterschied zwischen „too“ und „as well“?
Bedeutung und Satzstellung am Satzende sind identisch. „Too“ ist der informelle Standard im Alltag, während „as well“ besonders im britischen Englisch und in höflicheren Situationen geschätzt wird.
Kann man „either“ für „auch“ verwenden?
Ja, aber ausschließlich in verneinten Sätzen am Satzende für „auch nicht“. Beispiel: „I cannot come either.“ (Ich kann auch nicht kommen).

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Wann auf Englisch? „When“ oder „If“? Einfach erklärt
„Wann“ heißt auf Englisch meistens „when“. „When“ verwendet man, wenn man nach einem Zeitpunkt fragt („When does the train leave?“). „If“ bedeutet dagegen „wenn/falls“ und wird für Bedingungen verwendet („If it rains tomorrow...“).
Egal auf Englisch? Die besten Übersetzungen für jede Situation
Für ein neutrales oder freundliches „Das ist mir egal / Mir macht das nichts aus“ sagt man im Englischen **„It doesn’t matter“** (wenn eine Sache unwichtig ist) oder **„I don’t mind“** (wenn dir beide Optionen recht sind). Vorsicht vor **„Whatever“**: Alleinstehend wirkt es oft patzig oder genervt.
Trotzdem auf Englisch: Anyway, Still oder Nevertheless? Einfach erklärt
Im Alltag ist **„anyway“** (meist am Satzende) die beliebteste Übersetzung für „trotzdem / wie dem auch sei“ (*Thanks anyway!*). Für „dennoch / trotzdem“ mitten im Satz nutzt man **„still“** (*It was cold, but we still enjoyed it*). In formellen E-Mails greift man zu **„nevertheless“** oder **„nonetheless“**.
Wie sagt man „das macht nichts“ auf Englisch?
Als beruhigende Antwort auf eine Entschuldigung sagst du am besten: **„No worries“**, **„That’s alright“** oder **„Don’t worry about it“**. Vorsicht mit **„Never mind“**: Das kann je nach Tonfall auch abweisend wie „Schon gut, vergiss es!“ klingen.